Aktuelles
Winterthur/Zürich – Aeon Life erweitert seine Brustkrebsdiagnostik in Zürich. Mit Magnetresonanz-Mammographie soll die Diagnostik strahlungsfrei und präziser durchgeführt werden können.
(CONNECT) Frühzeitige Diagnose von Brustkrebs kann die Heilungschancen deutlich erhöhen. Mit einer neuen Methode gegenüber der bislang üblichen Mammographie will die in Winterthur ansässige Aeon Life eine sichere Diagnose ermöglichen. Wie es in einer Mitteilung heisst, ist die Magnetresonanz-Mammographie (MR-Mammographie) sowohl eine strahlungsfreie als auch sicherere Methode zur Karzinomdiagnostik.
Frauen in Zürich haben künftig die Wahl, bei Untersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung zwischen der klassischen Methode und dem MR-Mammographie-Screening zu wählen. Besonders Frauen mit Implantaten vermeiden das Risiko, dass diese durch Druck beschädigt werden.
„Unser Ziel ist es, die Brustkrebs-Früherkennung sicherer, komfortabler und zuverlässiger zu machen“, wird Florian Huber, Chief Medical Officer bei Aeon Life, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem MR-Mammographie bieten wir eine Untersuchung an ohne Strahlenbelastung, mit höherer Genauigkeit und ohne Schmerzen.“ ce/ww

Aeon Life erweitert in Zürich die Brustkrebsdiagnostik mit Magnetresonanz-Mammographie. Bild: zVg/Aeon Life
Aktuelles
Schlieren ZH/Paris/Ugchelen – HeiQ hat mit der Pariser Firma Oberthur Fiduciaire und ihrer niederländischen Tochtergesellschaft VHP Security Paper eine Lizenzvereinbarung geschlossen. Damit wird das geistige Eigentum von HeiQ an seiner antimikrobiellen Technologie auf Silberbasis in Überdrucklacken geschützt.
(CONNECT) Die Kundschaft von Oberthur Fiduciaire und VHP Security Paper kann laut einer Mitteilung der HeiQ Materials AG ab sofort patentkonforme antimikrobielle Überdrucklacke auf Silberbasis beziehen. Dies garantiert eine Lizenz, die das Pariser Unternehmen und seine niederländische Tochtergesellschaft von HeiQ erworben haben. HeiQs Patent schützt die Verwendung von antimikrobiellen Silberverbindungen in Überdrucklacken, die auf einer Vielzahl von Druckerzeugnissen aufgebracht werden. Dazu zählen Banknoten, Schecks, Pässe, Zertifikate, Ausweise und Lotterielose sowie Verpackungen für Konsumgüter, Buch- und Zeitschriftenumschläge.
Mit dieser Lizenzvereinbarung erhalten Oberthur und VHP Security Paper die formelle Lizenz zur Anwendung der patentierten antimikrobiellen Technologie von HeiQ in ihren Überdrucklacken und Druckerzeugnissen, einschliesslich der Bioguard-Reihe zur Abwehr von Pilzen, Bakterien und Viren, die weltweit für den Sicherheitsdruck verwendet werden. „Unsere Kunden, darunter Zentralbanken, Behörden und Markeninhaber, profitieren nun von der Gewissheit dass sowohl der funktionale Schutz als auch die vollständige Patentkonformität gewährleistet sind“, kommentiert Oberthur-Geschäftsführer Nicolas Koutros.
„Oberthur und VHP Security Paper sind anerkannte Marktführer im Hochsicherheitsdruck“, wird Tom Ellefsen, HeiQs Leiter des Geschäftsbereichs Antimikrobielle Technologien, zitiert. „Diese Lizenz gewährleistet, dass Kunden weltweit über Oberthur und seine Tochtergesellschaft Zugang zu patentkonformen antimikrobiellen Überdrucklacken erhalten, und stärkt gleichzeitig das Engagement von HeiQ zum Schutz seines geistigen Eigentums.“ Gleichzeitig weist HeiQ Druckereien und Lackhersteller, die antimikrobielle Additive ohne Lizenz verwenden, darauf hin, dass die Patente von HeiQ in ganz Europa und Grossbritannien gelten.
HeiQ ist eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren. ce/mm

Das HeiQ-Team hat eine Lizenzvereinbarung mit Oberthur Fiduciaire sowie VHP Security Paper abgeschlossen. Bild: zVg/HeiQ Materials AG
Aktuelles
Dübendorf ZH – Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) kann durch ihre Kompetenz bei Materialien und Translation wichtige Beiträge zu Weltraumtechnologien leisten. Zudem will sie stärker mit der ESA kooperieren, so Lorenz Herrmann von der Empa in einem Gespräch mit „Empa Quarterly“.
(CONNECT) Lorenz Herrmann streicht in einem Gespräch mit „Empa Quarterly“ heraus, dass es für die Materialforschung der Empa zahlreiche Berührungspunkte mit der Weltraumforschung gibt. Wie das Direktoriumsmitglied der Empa in der aktuellen 89. Ausgabe der Vierteljahresschrift ausführt, seien im rapide wachsenden Markt der Weltraumtechnologien und -anwendungen Partnerschaften wie etwa durch die noch junge Mitgliedschaft der Empa im Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein elementar. Um gegenüber den wichtigsten Akteuren Europäische Weltraumorganisation (ESA) und National Aeronautics and Space Administration (NASA) sichtbar zu werden, „ist eine gewisse kritische Masse unabdingbar, die wir uns durch diese Partnerschaft erhoffen“, so Herrmann, der auch das Empa-Departement Moderne Materialien und Oberflächen sowie den Empa-Forschungsschwerpunkt Nanoskalige Materialien und Technologien leitet.
Primäres Ziel sei der Zugang zum neuen Markt der New Space Economy: „In diesem Bereich werden in Zukunft auch Schweizer Firmen zahlreiche neue Produkte und Anwendungen entwickeln, und da möchten wir als Empa über diese Allianz natürlich mit dabei sein“, sagt Herrmann. Dafür hält er die Empa durch ihre enorme Kompetenz bei Materialien und der Translation, also der Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in praktische Anwendungen, für bestens gerüstet. Seit Mai gibt es eine weitere Verbindung über das neue European Space Deep-Tech Innovation Centre Switzerland, das von der ESA in Zusammenarbeit mit dem Paul Scherrer Institut im Park Innovaare eröffnet wurde und dessen Advisory Board Herrmann angehört. Ziel ist auch hier, die Forschungszusammenarbeit mit der ESA zu stärken.
Durch die fast 25-jährige Partnerschaft mit der Universität Bern ist die Empa in zahlreichen ESA-Projekten involviert, „und das läuft auch sehr gut“. Ein weiterer Beitrag in „Empa Quarterly“ über Empa-Beteiligungen im Weltall dokumentiert, dass eine ESA-Weltraummission mit Komponenten für Messinstrumente aus Dübendorf bereits erfolgreich abgeschlossen ist. Drei weitere Empa-Komponenten sind derzeit im All unterwegs und zwei weitere befinden sich in Vorbereitung. Wie Herrmann weiter ausführt, sei auch die räumliche Nähe zum Innovation Park Zurich „gleich um die Ecke hier in Dübendorf“ sehr vorteilhaft. ce/mm

Lorenz Herrmann streicht in einem Gespräch mit „Empa Quarterly“ heraus, dass es für die Materialforschung der Empa zahlreiche Berührungspunkte mit der Weltraumforschung gibt. Bild: Empa
Dieses Video kommt von YouTube
Mit dem Abspielen kann YouTube Ihr Surf-Verhalten mitverfolgen.
Voices
Der FoodHUB Wädenswil ist die zentrale Anlaufstelle für Food-Innovation – getragen vom Kanton Zürich, der ZHAW und der Stadt Wädenswil. Geschäftsführer Clemens Rüttimann erklärt, wie Startups hier von der Laboridee bis zur Markteinführung begleitet werden. Gemeinsam mit Partnern wie der Stiftung foodward und Future of Food verbindet der FoodHUB Forschung, Markterfahrung und Expertenwissen.
Dieses Video kommt von YouTube
Mit dem Abspielen kann YouTube Ihr Surf-Verhalten mitverfolgen.
Voices
Wir haben Gábor Márk Somfai, den Leiter der Forschung der Augenklinik des Stadtspitals Triemli, gefragt, was Innovation für ihn bedeutet.
Das Stadtspital Triemli leistet mit Oculomics und KI Pionierarbeit für die Zukunft der Diagnostik - unterstützt durch den Kanton Zürich. Gemeinsam mit Rui Santos, Projektleiter Forschung, und Raphael von Thiessen, Programmmanager der Innovation-Sandbox für KI beim Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich, untersucht das Team ethische und rechtliche Herausforderungen.
Dieses Video kommt von YouTube
Mit dem Abspielen kann YouTube Ihr Surf-Verhalten mitverfolgen.
Voices
Das Stadtspital Zürich leistet mit Oculomics und KI Pionierarbeit für die Zukunft der Diagnostik - unterstützt durch den Kanton Zürich. Dr. Gábor Márk Somfai, Leiter der Forschung der Augenklinik, und Dr. Rui Santos, Projektleiter Forschung, erklären, wie KI hilft, Augen-, Gehirn- und Systemerkrankungen zu erkennen.
Gemeinsam mit Raphael von Thiessen, Programmleiter der Innovation Sandbox für KI beim Amt für Wirtschaft, untersucht das Team ethische und rechtliche Herausforderungen.
Events
Am E-Collecting Hackathon der Bundeskanzlei konzipieren und entwickeln wir Lösungen, um elektronisch Unterschriften für Volksinitiativen und Referenden zu sammeln. Treffe Entwickler:innen, Expert:innen sowie Interessierte aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und gestalte E-Collecting aktiv mit. Melde Dich jetzt an!

Events
Öffentliches Symposium: Begleiten Sie artlink und das ZHdK Centre for Creative Economies (ZCCE) zu einem Nachmittag des kritischen Dialogs und der Vernetzung. Diese Veranstaltung ist eine super Gelegenheit, um die ersten Ergebnisse unseres internationalen Projekts „Turntables: LEARN!“ kennenzulernen. Förderung transkultureller Praxisgemeinschaften und Vernetzung mit einer vielfältigen Gruppe von Forschern und Praktikern aus Afrika, Indien, Südostasien und der Schweiz. Gemeinsam werden wir eine der drängendsten Fragen unserer Branche untersuchen: Wie können wir eine sinnvollere, gerechtere und nachhaltigere Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und den globalen kreativen Ökosystemen aufbauen, die es jungen Kreativschaffenden ermöglicht, sich zu entfalten?
Wann:
03. November 2025, 14:00 – 17:00, gefolgt von einem Netzwerk-Apéro
Die Veranstaltung ist für jeden, der sich für die Zukunft der Kunstfinanzierung, Bildung und Politik interessiert. Wir werden über die Theorie hinausgehen und konkrete Erkenntnisse darüber diskutieren, was funktioniert, was gebraucht wird und was dies für die Entwicklung des Kultursektors in der Schweiz bedeutet.
Was Sie erwarten können:
Dies ist mehr als eine Präsentation, es ist eine Arbeitssitzung, die dazu dient, neue Allianzen zu schmieden und die Zukunft der internationalen Kulturbeziehungen zu gestalten. Das vollständige Programm folgt.
REGISTRIEREN SIE SICH NOCH HEUTE HIER. DIE PLÄTZE SIND BEGRENZT.
Wir freuen uns darauf, Sie zu einem inspirierenden und produktiven Nachmittag begrüssen zu dürfen!
„Turntables: LEARN! – Förderung transkultureller Praxisgemeinschaften» wird von Movetia mitfinanziert.
Über die Gastgeber:
artlink. artlink wurde 1984 von sechs Schweizer Wohltätigkeitsorganisationen gegründet und ist eine unabhängige Organisation mit Sitz in der Schweiz, die in der internationalen kulturellen Zusammenarbeit tätig ist. Wir unterstützen die nächste Generation von Künstlern und Kulturschaffenden in Kontexten mit eingeschränktem Zugang zu Infrastruktur und Möglichkeiten, wobei der Schwerpunkt auf Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa liegt. In der Schweiz arbeiten wir in den Bereichen Kulturpolitik, Entwicklung und Bildung, um die künstlerische Integration von Künstlern mit Migrationserfahrung zu stärken und uns für den internationalen Austausch als Motor für eine gerechte Zusammenarbeit und nachhaltiges Wachstum einzusetzen.
ZHdK Centre for Creative Economies. Unser Dienstleistungsangebot basiert auf vier zentralen Kompetenzbereichen. Als ein Zentrum innerhalb der ZHdK sind Forschung und Lehre für uns von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus bieten wir unser Fachwissen sowohl internen als auch externen Partnern in Form von Beratung und Coaching an. Mit unserem Z-Kubator unterstützen wir auch die nächste Generation von Unternehmern.
SAVE THE DATE: Die erste Ausgabe von artlink DEBATES, einer transdisziplinären Diskussion über die Rolle und Verantwortung der Kultur in Zeiten des politischen und sozialen Wandels, steht kurz bevor. Am 4. Dezember 2025 fragen wir bei Progr in Bern, WAS KULTUR BEITRAGEN KANN. Nehmen Sie an der Diskussion mit Gerhard Pfister (NR die Mitte), Mithu Sanyal (Autor), Michael Hermann (sotomo) und Sandra Künzi teil. Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden. Folgen Sie artlink auf Instagram für Updates.

Events
Ein kompakter Weiterbildungstag für alle, die nicht nur über digitale Transformation reden, sondern sie gestalten wollen.
Die digitale Zukunft kommt nicht – sie ist da. Unsere Impuls Session ist der Tag für alle, die in der Bau- und Immobilienbranche Verantwortung tragen und Transformation nicht nur beobachten, sondern gestalten wollen.
An diesem kompakten Weiterbildungstag tauchen wir in Trends wie KI und BIM ein und erkunden die Potenziale der Digitalisierung. Reale Use Cases, inspirierende Beispiele und Raum für Austausch auf Augenhöhe ermöglichen echte Einblicke aus der Praxis. Für alle, die mehr wollen als nur Input – nämlich echte Transformation.

Open Calls
Mehr Sichtbarkeit für digitale Innovationen: Mit dem Outreach-Call fördern wir Projekte, die zur stärkeren Sichtbarkeit von DIZH-Aktivitäten innerhalb und ausserhalb der Partnerhochschulen beitragen und die Vernetzung zwischen Forschung, Gesellschaft und Praxis fördern. Antragsberechtig: Angehörige der Universität Zürich, ZHAW, ZHdK und PHZH.
Sabine Dani
sabine.dani@uzh.ch

Open Calls
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die 7. Ausgabe der Sustainable Food Challenge, die von MassChallenge Switzerland durchgeführt und von engagierten Partnern aus der Industrie unterstützt wird, jetzt bis zum 17. November für Bewerbungen geöffnet ist.
Im Laufe der Jahre hat diese Initiative mehr als 250 sinnvolle Kooperationen zwischen Startups und weltweit führenden Unternehmen der Lebensmittelbranche ermöglicht und so die gemeinsame Entwicklung, die Validierung von Produkten in der Praxis und die Einführung nachhaltiger Innovationen gefördert.
Startups, die für die Challenge ausgewählt werden, haben die Möglichkeit,:
Wenn Ihr Startup in den Bereichen nachhaltige Lebens- und Futtermittel, AgTech, Nebenströme, Verpackung und Materialien oder Lieferkette und Produktion tätig ist, ist dies Ihre Chance, mit den richtigen Partnern zu skalieren.

Open Calls
Gehören Sie zu den Top-Mobilfunk-Startups in der Schweiz und wollen Sie Ihre Zukunft vorantreiben? Dann bewerben Sie sich als eines der 10 Startups des Swiss National Startup Teams, der Venture Leaders Mobile. In diesem Jahr nehmen Sie an 4YFN teil, der offiziellen Startup-Plattform des MWC, einer globalen Drehscheibe für Tech-Entwickler, Investoren und Unternehmensinnovatoren. Präsentieren Sie Ihre Innovation, knüpfen Sie Kontakte zu führenden Akteuren und bringen Sie Ihr Startup auf die nächste Stufe.
Diejenigen, die sich bewerben und teilnehmen können:
Maurice Stäheli
maurice.staeheli@venturelab.swiss

Studien
Wirtschaftswachstum im Kanton Zürich – Anstieg von Wohlstand und Lebensqualität bei sinkenden Umweltbelastungen. Zu diesem Schluss kommt das aktuelle Wirtschaftsmonitoring des Amts für Wirtschaft. Das Wirtschaftswachstum hat im Kanton Zürich in den letzten Jahren nicht nur das verfügbare Einkommen erhöht, sondern auch mehr Lebensqualität wie Freizeit, Bildung und Gesundheit ermöglicht. Zudem haben die Umweltbelastungen in vielen Bereichen abgenommen. Ein Gedankenexperiment zeigt zudem, dass Nullwachstum zu vielen Problemen führen würde.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Zürich ist beachtlich: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) hat sich in den letzten 40 Jahren inflationsbereinigt mehr als verdoppelt. – von 74 auf 159 Mrd. Franken. Pro Einwohnerin und Einwohner gerechnet, stieg die Wirtschaftsleistung von 65’000 auf 101’000 Franken - und dieser Wertschöpfungszuwachs wurde den Zürcherinnen und Zürchern mehrheitlich über höhere Löhne ausbezahlt. Sie erlangten aber nicht nur höhere Einkommen, sondern auch mehr Freizeit: Die geleisteten Arbeitsstunden pro Kopf sind seit 1991 um fast einen halben Nachmittag pro Woche zurückgegangen. Der Wohlstand der Zürcherinnen und Zürcher hat folglich stetig zugenommen. Treibende Kraft hinter dieser Entwicklung waren und sind technologischer Fortschritt und Innovation.
Wirtschaftswachstum bringt aber mehr mit sich als steigende monetäre Einkommen und mehr Freizeit. Gestiegen sind im Kanton Zürich auch die Steuereinnahmen – und in vielen Bereichen die Lebensqualität. Welche Faktoren die Qualität des Lebens beeinflussen, kann individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Die OECD hat mit den «Regional-Well-Being-Indikatoren» und dem «Better-Life-Index» ein System zur Messung der Lebensqualität etabliert. Anhand von elf Kategorien werden verschiedene Indikatoren aufgezeigt, wodurch ein umfassendes Bild der Lebensqualität und deren Bestandteilen entsteht.
Verbesserungen zeigen sich im Kanton Zürich namentlich in den Bereichen Bildung (Zunahme des Bildungsniveaus und der Weiterbildungsquote), Beschäftigung (Rückgang der Arbeitslosigkeit und Zunahme der Erwerbsquote), Work-Life-Balance (Zunahme der Teilzeitquote sowie Senkung der geleisteten Arbeitsstunden pro Kopf), Gesundheit (Anstieg der Lebenserwartung und Ausbau der Gesundheitsversorgung) und Technologie (Internetzugang). Gemischt sind die Ergebnisse im Bereich Sicherheit (Abnahme der Anzahl Gewaltstraftaten pro Kopf, aber leichte Zunahme bei Verkehrsunfällen pro Kopf) und im Bereich Wohnen (Rückgang der durchschnittlichen Wohnkostenbelastung, aber stagnierende Zufriedenheit in Bezug auf die Wohnsituation). Weitgehend gleichgeblieben aber auf sehr hohem Niveau ist schliesslich die subjektive Lebenszufriedenheit der Zürcherinnen und Zürcher.
Unbestritten ist, dass Wirtschaftswachstum in der Vergangenheit häufig mit zunehmendem Ressourcenbedarf verbunden war und dass ein hohes Wohlstandsniveau in fast allen Ländern einhergeht mit einem deutlich grösseren ökologischen Fussabdruck. Allerdings ist das kein Naturgesetz, wie der Blick in die Statistiken zeigt: In den letzten dreissig Jahren setzte, vor allem in reicheren Ländern, eine Entkopplung ein von Wirtschaftswachstum, Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung. Dies trifft auch auf den Kanton Zürich zu: Während das reale BIP seit 1990 um 69% gestiegen ist, hat sich die Umweltqualität in den meisten Fällen verbessert. Das gilt etwa für Materialverbrauch, die Recyclingquote, die Luft- und Wasserqualität oder auch den Gesamtumweltbelastungs-Fussabdruck. Keine absolute, aber zumindest eine relative Entkoppelung ist bislang bei den Kehrichtmengen, der Bodenversiegelung und gewissen Indikatoren der Biodiversität zu beobachten.
Deutlich sichtbar ist die Entkoppelung auch beim derzeit wichtigsten Indikator, den Treibhausgasemissionen. Während das auf Zürcher Boden erzielte Wirtschaftswachstum stetig gestiegen ist, nahmen die hier erzeugten THG-Emissionen seit 1990 um rund 17% ab. Diese Betrachtung umfasst jedoch nur die sogenannten «weissen» Emissionen – also jene, die im Land selbst emittiert werden. Werden auch Emissionen integriert, die durch die Produktion und den Transport der aus dem Ausland importierten Güter entstehen, sind die Treibhausgasemissionen in den letzten 30 Jahren zwar weniger stark, aber ebenfalls zurückgegangen. So oder so bleibt die Erreichung des Pariser Klimaziels trotz Entkoppelung eine grosse Herausforderung.
Was aber wären die Auswirkungen auf Wohlstand, Gesellschaft und Umwelt, wenn die Zürcher Wirtschaft nicht mehr wachsen würde? Dazu hat das Forschungsbüro INFRAS im Wirtschaftsmonitoring ein Gedankenexperiment bis ins Jahr 2050 modelliert – nicht im Sinne einer Prognose, sondern eines illustrativen Szenarios. Dieses zeigt, dass Nullwachstum zu deutlich tieferen Einkommen und einem erhöhten Armutsrisiko führen würde. Gleichzeitig würden die finanziellen Herausforderungen grösser: Es stünden viel weniger Steuereinnahmen und Gelder für die Sozialversicherungen zur Verfügung als in einer wachsenden Wirtschaft, was Verteilungskonflikte mit sich bringen würde. Die Umweltqualität würde sich zwar in einigen Bereichen verbessern, allerdings zu einem hohen Preis. Zudem stünden weniger finanzielle Mittel für den Umweltschutz bereit.
Studien
Die Regulierung und die Normierung von autonomen Systemen hinken aktuell der technologischen Entwicklung hinterher. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind in der Folge für viele Hersteller unklar. Im Rahmen der «Innovation-Sandbox für Künstliche Intelligenz» wurde ein Leitfaden erarbeitet, welcher eine Übersicht über die wichtigsten Fragen gibt.
Das Ziel des Leitfadens ist es, rechtliche Fragen im Bereich von autonomen Systemen zu klären. Der Fokus liegt auf geschäftlich genutzten Systemen mit Bodenkontakt, die sich im öffentlichen Raum bewegen.
Der Leitfaden richtet sich vor allem an Hersteller, die stark auf die Produktentwicklung fokussiert sind. Sie verfügen oftmals über geringes Know-how und limitierte Ressourcen, um regulatorische Aspekte abzuklären bzw. abklären zu lassen. Aus diesem Grund soll der nachfolgende Leitfaden eine Übersicht über die wichtigsten Fragen geben und als Einstiegspunkt für eine detaillierte und herstellerspezifische Vertiefung dienen. Die Inhalte des Leitfadens richten sich ausschliesslich an Hersteller in der Schweiz.
Studien
Die Frage, ob und gegebenenfalls wie Künstliche Intelligenz (KI) reguliert werden soll, beschäftigt derzeit viele Staaten.
Die EU hat mit der KI-Verordnung ein umfassendes Regelwerk geschaffen und mit der KI-Konvention des Europarats liegt nun auch ein erster Staatsvertrag vor. Wie aber soll das Schweizer Recht auf die Herausforderungen reagieren, die mit dem zunehmenden Einsatz von KI in Staat und Unternehmen verbunden sind?
Im Rahmen des von der Stiftung Mercator Schweiz geförderten Forschungsprojekts «Nachvollziehbare Algorithmen: Ein Rechtsrahmen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz» wurden vom Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich und von der Forschungsstelle electronic Public Institutions and Administrations Research Forum (e-PIAF) der Universität Basel Lösungsansätze entwickelt und in einer Reihe von White Papers veröffentlicht, die hier unten im PDF Format gelesen werden können.